01.01.1970
Aus für Kohlekraftwerk in Bremen - Grüne fordern gleiches für Mannheim
Zum Verzicht der SWB AG auf den Bau eines Kohlekraftwerks in Bremen erklärt Dirk Grunert, Vorstandssprecher der Mannheimer Grünen:
Es ist eine tolle Entscheidung der swb-Gruppe, auf den Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Bremen zu verzichten. Die grüne Regierungsbeteiligung in Bremen hat scheinbar Wirkung gezeigt. Die Stadt Bremen hat jetzt die Chance, mit klimafreundlicher Energieerzeugung zum Modell für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Wirtschaftsregion zu werden.
Wir fordern, dass nun auch das GKM (Großkraftwerk Mannheim) auf den Bau eines neuen Kohlekraftwerksblock verzichtet. Was in Bremen richtig ist, kann in Mannheim nicht falsch sein. Mannheim sollte zügig auf den Zug Richtung Erneuerbare Energien aufspringen, anstatt am Ende zu den Nachzüglern zu zählen. Dass die Zukunft in den Erneuerbaren Energien liegt und nicht in
Kohle weiß mittlerweile ja selbst jedes Kind.
Für Rückfragen steht Ihnen Vorstandssprecher Dirk Grunert unter 0173/6245695 gerne zur Verfügung.
Gegen die Kürzungen im Schienennahverkehr: Grüne machen mobil – Oettinger in die Schranken weisen
„Die Bahn macht mobil, wir können alles außer Hochdeutsch… Unpassender können Werbeslogans wohl kaum sein“, erklärte der Vorstand der Mannheimer Grünen Dieter Netter. „Die Bahn macht Strecken dicht, die Landesregierung will ihr Prestigeprojekt Stuttgart 21 und sonst gar nichts: Das wären treffendere Aussagen.“ Er erläuterte: „Was die Landesregierung und die Deutsche Bahn zur Umstellung auf den Sommerfahrplan an Kürzungen im Schienennahverkehr vorgenommen habe, lässt viele Fahrgäste auch bei uns in der Metropolregion wie bestellt und nicht abgeholt am Bahnsteig stehen.“
Moderne Verkehrspolitik und kundenorientierter Service sähen anders aus: „Günther Oettinger und Co. lassen ihre verfehlte Finanzplanung insbesondere Pendler, aber auch Jugendliche und ältere Menschen, die auf den Schienennahverkehr angewiesen sind, ausbaden“, stellte Netter fest. Es sei absolut indiskutabel, dass Milliarden Euro für Oettingers Denkmal „eines tiefergelegten Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt“ buchstäblich im Sand von Stuttgart „vergraben“ und dafür die Mittel für Zugverbindungen in der Fläche gekürzt würden: „Baden-Württemberg besteht nicht nur aus Stuttgart – es ist, um im Bild zu bleiben, höchste Eisenbahn, dass Ministerpräsident Oettinger Verkehrspolitik für das ganze Land macht.“ Dass es auch anders geht zeigt Rheinland-Pfalz, wo es keine Zugstreichungen gibt.
Die Mannheimer Grünen rufen daher dazu auf, sich gegen die Kürzungen zur Wehr zu setzen: „Die Folgen der eingesparten Zugverbindungen sind in Punkto Zeit, Umwelt und Sicherheit, unübersehbar: Weniger Züge bedeuten mehr Autonutzung. Dies führt zu mehr Staus, einem höheren Unfallrisiko, mehr Abgasen, mehr Feinstaub, mehr Klimaschaden.“ Wer das wolle, handle gegen das Interesse und die Gesundheit der eigenen Bevölkerung. Netter: „Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger in Mannheim auf, die wie wir für mehr Mobilität im öffentlichen Nahverkehr eintreten, ihren Protest gegen die Kürzungen zu äußern – und zwar dort, wo er hingehört: direkt bei Herrn Oettinger in der Villa Reitzenstein.“
Für Rückfragen steht Ihnen Kreisvorstand Dieter Netter unter 0163 - 6388473 gerne zur Verfügung.











